Krankenhaus Freyung > Geschichte
 
Geschichtlicher Rückblick
 
1596 Badestube mit Quellwasser
Im Urkataster ist festgehalten, dass bereits ab dem Jahre 1596 in Freyung ein Bader ansässig war, dem das Recht zustand, "das zum Haus und zur Badstube bedürftige Wasser von der Quelle in Plan Nr.98a einzuleiten." Er und die folgenden Generationen dieses Berufsstandes waren Friseure, Zahnzieher und Mediziner in Personalunion und halfen, so gut es nur ging, Schmerzen zu lindern und Leiden zu heilen.
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1853 Das Vorhaben Krankenhaus
In diesem Jahr wurde durch den Distriktarmenfond Wolfstein ein Krautacker mit dem Vorhaben erworben, darauf ein Krankenhaus zu errichten.
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1857 Bau des Distriktkrankenhauses
Nach zweijähriger Bauzeit wurde das erste Freyunger Distriktkrankenhaus mit einer Kapazität von 24 Krankenbetten sowie zwei zusätzlichen "Krätzebetten", also für Kranke mit ansteckenden Hautkrankheiten, eröffnet. In diesem ersten Spital wurden aber hauptsächlich Kranke eingeliefert, die keine häusliche Pflege hatten oder einer solchen aufgrund der Gefahr der Verwahrlosung nicht belassen werden konnten.  1856 Distriktkrankenhaus Freyung
Schwere Fälle und insbesondere solche, bei denen eine Operation erforderlich wurde, mussten aber nach wie vor nach Passau gebracht werden. Als erster Freyunger Arzt ist Dr. med. Rauscher festgehalten.
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1881 Einzug der ersten zwei Mallersdorfer Schwestern.
  
Im Jahre 1881 kamen zwei "Mallersdorfer Schwestern" ans Krankenhaus nach Freyung. Bis Mitte der sechsziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts sorgten alleinig die "Mallersdorfer Schwestern" vom Orden der "Armen Franziskanerinnen von der Hl. Familie" für den Operations- u. Pflegedienst am Krankenhaus Freyung.
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Link: Mallersdorfer Schwestern
 
Mallersdorfer Schwestern bei der Krankenbetreuung - Krankenhaus Freyung
1912 Neuer Standort
Erwerb eines neuen Grundstückes südlich des Ortskerns Freyung mit anschliesenden Bau eines neuen Distriktkrankenhauses mit 50 Krankenbetten 1914. Bereits im November 1914 musste das Krankenhaus die ersten verwundeten Soldaten des ersten Weltkrieges aufnehmen. 
 
Distriktkrankenhaus 1914 Distriktkrankenhaus 1914-2
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1935 Modernisierung des Krankenhauses und der technischen Einrichtung.
Der entscheidende Umschwung bezüglich des medizinischen Behandlungsfortschritts kam nach 1935. Es wurde nicht nur umgebaut und modernisiert, sondern eine Chefarzt und Assistenzärzte eingestellt und damit eine medizinische Versorgung rund um die Uhr gewährleistet.
 
1949 Erweiterungsbau auf 110 Betten u. Einrichtung einer HNO-Abteilung
  
HNO-Operation im Krankenhaus Freyung 1949 Das damalige Krankenhaus wurde um 60 Krankenbetten erweitert und die erste Fachabteilung der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am örtlichen Krankenhaus eingerichtet. Bis 1952 wurden somit am Krankenhaus jährlich bereits 800 Operationen durchgeführt. Eine für damalige Zeiten beachtliche Anzahl.
Krankenhaus Freyung 1948

 
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1954 Umbau- und Erweiterungsbauten - Kinder- und Säuglingabteilung
führten zu einer Gesamtzahl von 170 Krankenbetten, ebenfalls konnte in diesem Jahr eine Kinder- und Säuglingsabteilung integriert werden.
Krankenhauserweiterung 1956
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1967 Inbetriebnahme der modernsten Röntgenanlage in Niederbayern
Das Krankenhaus Freyung erhält die modernste Röntgenanlage Niederbayerns und Chefarzt Dr. me. Hürter feierte bereits sein 30jähriges Dienstjubiläum am Krankenhaus Freyung. Trotz der unzugänglichlichen Platzverhältnisse erreicht das Haus in der Chirurgie eine Spitzenbelegung von 140 Prozent.
Da jedoch bis zu 9 Patienten oft in einem Zimmer untergebracht waren, wurden die ersten Überlegungen für ein Neubau eines Krankenhauses geboren.
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1970 Der Weg zum neuen Krankenhaus Freyung 
Der Kreistag es ehemaligen Landkreises Wolfstein beschloß am 24.03.1970 den Neubau eines Grundrankenhauses mit 300 Betten in Freyung. Der neugebildete Kreistag des Landkreises Freyung-Grafenau bestätigte am 09.08.1972 diesen  Grundsatzbeschluß und beauftragte Kreisbaumeister Dorazil mit  der  Zusammenstellung eine Raumprogrammes. Am 08.06.1973 akzeptierte der  Kreisausschuß das vorgelegte Raum- und Funktionsprogramm in der 
Kreistagssitzung am 19.04.1974 wurde Beschluß gefaßt, den Planungsauftrag für das Grundkrankenhaus Freyung dem 1. Preisträger  des  Architektenwettbewerbs dem Architekturbüro Schuster und Pechthold in  München  zu erteilen. Bei einer Besprechung im Sozialministerium am 24.22.1975 eröffnete man dem Landrat, daß die der bisherigen Bedarfskonzeption zugrundegelegte Bevölkerungsprognose mit ca. 80.000 Einwohnern zu hoch angenommen wurde und deshalb eine Bettenreduzierung auf 244 vorzunehmen sei. Landrat Schumertl setzte umgehend am 
04.12.1975 eine Eilsitzung des Kreisausschusses an und dieser beschloß eine entsprechnde Verminderung der Planbetten sowie die sofortige  Inangriffnahme der Erdarbeiten. Kurz nach dieser Sitzung wurde die  erforderliche Teilbaugenehmigung ausgefertigt und bereits um 13.30 Uhr  führte der Landrat mit einer Raupe den (1975) 1. „Spatenstich" auf der Baustelle durch.
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1977 Das Richtfest  beim  Grundkrankenhausneubau
das  am  14. Oktober 1977  gefeiert wurde  und  bei  dem auch die Grundsteinlegung,  die  Staatssekretär  Dr. Vorndran vom Bayer. Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung  vornahm, nachgeholt wurde, war für den Landkreis und die Kreisstadt Freyung mit Umland ein großes Ereignis.
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1979 Einweihung eines damals höchstmodernen Krankenhauses
Obwohl es schwierig war, ein Bauwerk von einer solchen Dimension und wegen den zu einem nicht  unerheblichen Teil speziellen Anforderungen, die an die am Bau Beteiligten gestellt wurden, gemäß dem Bauzeitplan auszuführen, hatte man es Dank einer sorgfältigen Vorbereitung und guter Kooperation während der Bauausführung geschafft, das gesteckte Ziel zu erreichen. Ein gut gegliedertes und vorzüglich ausgestattetes Grundkrankenhaus in der Kreisstadt Freyung konnte nach seiner Einweihung am 27. September 1979 seiner Bestimmung zugeführt werden. 
Das Krankenhaus ist als Stahlbeton-Skelettbau konzipiert mit einem Raster von 7,20/7,20 m. Der Ausbau wurde im Untergeschoß  in  Massivbauweise  mit  Mauerwerk und Putz ausgeführt, in den Obergeschossen in Gipskarton- Leichtbauweise. Die Fassade ist in den oberen Bereichen mit  großformatigen, rückseitig einbrennlackierten Tafeln aus Sicherheitsglas verkleidet, im Unter- und Erdgeschoß mit Natur-steinplatten. Als Sonnenschutz werden in den Obergeschossen senkrechte Stoffmarkisen ca.60 cm vor der Fassade heruntergefahren, im Untergeschoß, Erdgeschoß und 1.Obergeschoß übernehmen diese Funktion Aluminiumjalousetten. Die Dächer über den vorgezogenen Basisgeschossen sind als Dachgärten bepflanzt.
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1999 Gründung der Kliniken gGmbH
In diesem Jahr erfolgte die Gründung der Kliniken des Landkreises Freyung-Grafenau gGmbH mit seinen drei Standorten Freyung, Grafenau und Waldkirchen. Hierbei stellte das Krankenhaus Freyung als gößtes der drei Krankenhäuser das Zentrum dar. Die Geschäftsleitung zog nahe dem Krankenhaus in das ehemalige Gebäude der Krankenpflegeschule.
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2002 Bettenreduzierung
Im Jahre 2002 wurden die bisher 2004 Krankenhausbetten aufgrund Gesundheitpolitischen Gegebenheiten dem Bedarf mit 216 Betten angepasst.
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2004 Integration der Caritas-Kurzzeitpflegestation
Das für kanpp 250 Betten ausgelegte Krankenhaus Freyung konnte durch die Integration einer Kurzzeitpflegestation wieder gefüllt werden. Als Träger dieser Station wurde aus drei Bewerbern die Caritas des Kreisverbandes Freyung-Grafenau gewählt.
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2005 Planung zur Modernisierung des Krankenhauses
"Weil das Freyunger Krankenhaus Dinge gibt, die beim Bau vor 25 Jahren zwar richtig waren, jetzt aber nicht mehr auf dem aktuellsten Stand sind", so der Geschäftsführer der Kliniken gGmbH, Wolfgang Hamerlak, wurde beschlossen, die Klinik für 4,8 Mio. Euro umzubauen und modernisieren zu lassen.
Schon ab Mitte 2005 wurden die Räumlichkeiten der Zentralapotheke renoviert und umgestaltet.
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2006 Beginn der Umbaumaßnahmen im Krankenhaus
Bereits im Frühjahr konnte die neu gestaltete und auf modernsten Stand gebrachte Entbindungsstation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Am 17. April 2006 begannen die Umbauarbeiten des Erdgeschosses, die bis Mitte 2007 komplett abgeschlossen sein sollen.
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2007 Umzug der Psychosomatik in das ehemalige Personalwohnheim
Seit Januar 2007 können die Patienten der Psychosomatik des Krankenhauses Freyung auf die frisch renovierten zurückgreifen. Ausreichende Flächen für Therapie- und Aufenthaltsräume konnten geschaffen werden. Das Ambiente hat sich geändert. Die sich auf Essstörungen spezialisierte Klinik mit dem neuen Namen "Ananke" bietet den Patienten eine wohnliche Umgebung weg vom Alltag eines Akutkrankenhauses.
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